Spendenaktion von Rostocker Künstlern für den Verein Wohltat: Babette Limp-Schelling und Sebastian Volgmann. (Foto: Jens Griesbach)

Die Produzentengalerie Artquarium hat eine Spendenaktion für bedürftige Menschen in Rostock ins Leben gerufen. Mit Herzenswärme und Kreativität wird jeden Monat in 2026 ein Unikat für den guten Zweck verkauft. Den gesammelten Erlös erhält die Rostocker Straßenzeitung STROHhalm.

Der Graffitikünstler Sebastian Volgmann ist auf vielen Häuserwänden im Rostocker Stadtbild präsent. Unter dem Pseudonym Schrill gestaltet er spitze Nasen und kantige Gesichter in maritimer Umgebung mit Lokalkolorit. Die nun ausgerufene Spendenaktion ist gleichbedeutend mit seinem Abschied aus der Produzentengalerie Artquarium im Barnstorfer Weg. Seit 2016 ist Volgmann festes Mitglied der Gruppe, die den gemeinschaftlichen Ausstellungs- und Verkaufsraum nutzt und darin Kunst, Design und Handwerk aus Rostock und Umgebung vereint. In Zukunft möchte er sich neuen Projekten und Ideen widmen, für die in den letzten Jahren wenig Zeit blieb. Die Spendenaktion ist Volgmanns Abschiedsgeschenk. „Bevor ich das Artquarium verlasse, wollte ich mit jedem Mitglied ein Kunstwerk entwickeln und umsetzen.“ Ein Dankeschön, ein Abschiedsgruß und eine gute Sache: alles in einem. „Für die Aktion wollen wir uns stets etwas Spezielles, Einzigartiges einfallen lassen“, so Volgmann. Die Unikate sollen auffallen und Spaß machen; sowohl den Künstlerinnen und Künstlern im Schaffensprozess als auch den potenziellen Käuferinnen und Käufern. Jedes Kunstwerk hat einen festen Verkaufspreis, der je nach Aufwand und Größe des Unikats variiert.

Das erste Einzelstück der Aktion steht ab sofort im Artquarium zum Verkauf. Gemeinsam mit Kristina Schürmann hat Volgmann das Mottomini „Make Art not War“ geschaffen. Die Rostocker Künstlerin ist für ihre dreidimensionalen Minipanoramen bekannt, die sie aus Fundsachen und kleinen Figuren von Modelleisenbahnen zusammensetzt. 

Neben den Unikaten ist über das gesamte Jahr eine Spendenbox im Artquarium aufgestellt. Hier können Kundinnen und Kunden die Straßenzeitung zwanglos mit Spenden ihrer Wahl unterstützen.

„Wir freuen uns total über die Aktion“, sagt Babette Limp-Schelling, seit 1997 Geschäftsführerin des Vereins Wohltat e. V. und Herausgeberin des STROHhalms. „Die Verbindung von Kunst und sozialen Projekten ist ein wichtiges Zeichen für die Stadt. Es zeigt, dass wir als Verein wahrgenommen werden und sich auch unsere Künstler Gedanken über Menschen machen, denen es schlecht geht.“ (Morten Hübbe)

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